Nachdem sich die Musik-CD auf dem Markt durchgesetzt hatte, dauerte es nur wenige Jahre, bis auch die ersten CD-Brenner erhältlich waren. Anfänglich konnte sich die Brenner, die noch zu astronomischen Preisen erhältlich waren, kaum jemand leisten. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis die Nachfrage extrem anstieg und somit die Brenner erschwinglich wurden. So wurden zunächst CDs ausgeliehen und gebrannt. Zeitgleich verbreitete sich dann jedoch das Internet immer weiter, und die ersten Breitbandanschlüsse wurden installiert. Somit wurde es ein Leichtes, Filme, Musik und andere Medien illegal aus dem Internet zu beziehen. Auch hier fingen die Benutzer mit dem Musik-Brennen an.

Natürlich muss es nicht automatisch illegal sein, seine Musik aus dem Internet herunterzuladen. Online-Musikbörsen schossen wie Pilze aus dem Boden und haben sich schon seit längerer Zeit etabliert. Dort sind die Nutzungsrechte der Musik jedoch nicht unbeschränkt. Oft ist die Zahl der Kopien, die erlaubt ist, auf eine bestimmte Zahl limitiert. Das sorgt für Frustrationen bei einigen Nutzern, weswegen viele diese Portale boykottieren.

Die Technik der CD-Brenner hat mit den Jahren einige Fortschritte gemacht.
Die Palette reicht von immer höheren Brenngeschwindigkeiten bis zu Möglichkeiten, per Laser die CD automatisch zu beschriften. Inzwischen wurde der CD- durch den DVD-Brenner abgelöst. Dieser schafft es mit Double-Layer-Technologie, bis zu 8,5 GB an Daten auf eine Scheibe zu pressen. Dementsprechend würden weit über tausend Musikstücke guter Qualität auf solch eine Scheibe passen. Doch das Musik-Brennen kommt langsam aus der Mode. Während DVDs durchaus noch für Software oder Filme benutzt werden, wird Musik unterwegs hauptsächlich auf dem MP3-Player oder Handy gespeichert, während zuhause auf der Festplatte das zentrale Depot liegt. Dieser Weg ist für viele der bequemste, weil man ohne eine Sammlung an Datenträgern auskommt, die womöglich unübersichtlich ist und wo gerne mal CDs verloren gehen.
Allerdings wird auch die DVD gerade wieder von neuen Technologien abgelöst. Speichermedien mit zweistelliger GB-Zahl versprechen ein unglaubliches Fassungsvermögen.